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Pongo, vier Jahre mit einem beeindruckenden Hund

 

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Am 05.03.09 haben wir Jahrestag. Denn vor vier Jahren zog unser Pongo bei uns ein. Nachdem wir schon einen Dalmatiner hatten, entschlossen wir uns Anfang 2005 noch einem Pflegehund aufzunehmen. Wir wollten einfach einer Notnase zu einem neuen Leben verhelfen. Also wandten wir uns an die Dalmatinerhilfe und boten uns dort als Pflegstelle an. Bald war es dann soweit, wir wurden gefragt, ob wir einen blinden Hund, der in Außenhaltung lebte aufnehmen könnten. Ich gebe zu, anfangs haben wir etwas gezögert. Wir hatten noch nie Kontakt zu einem blinden Hund. Wie würde das Leben mit einem blinden Hund aussehen, würde er sich in der Wohnung zurecht finden oder würde er überall gegenlaufen? Wie würden sich die Spaziergänge gestalten, müsste er immer an der Leine bleiben. Wie der Kontakt zu Artgenossen??? Fragen über Fragen. Aber je mehr wir nachdachten, um so mehr kamen wir zu dem Schluss diesem Hund helfen zu wollen und den Sprung in das kalte Wasser zu wagen.

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Dann am 05.03.2005 war es dann soweit. Pongo hielt in unserer Familie Einzug. Er war ein klapperdürrer, kleiner Kerl, der durch seine Freundlichkeit, Verschmustheit und unglaublicher Lebensfreude schnell unser aller Herzen für sich gewann. Nach nur zwei Wochen war klar, das wir ihn nicht wieder hergeben wollten. Mit unserer Hündin Bluna war er bald ein Herz und eine Seele. Was uns auch beeindruckte, war wie schnell er lernte. Er fand sich in kürzester Zeit in der Wohnung zurecht, lernte innerhalb von zwei Tagen das Treppenlaufen und auch auf den Spaziergängen lief er sicher an der Leine. Trotzdem traute ich mich anfangs nicht ihn von der Leine zu lassen, aus Angst er könne irgendwo gegenlaufen und sich verletzen. Trotzdem wagte ich nach ca. 14 Tagen ihn an die Schleppleine zu nehmen und siehe da, auch ohne meine direkte Führung bewegte er sich sehr sicher. So wagte ich auch den letzten Schritt und leinte Pongo an einer Wiese ganz ab. Er genoß diese Freiheit sichtlich und forderte Bluna zum Sielen auf. Bluna ging sofort auf die Spielaufforderung ein und gemeinsam tobten sie über die Wiese. Mir war ganz schlecht vor Angst, aber oh Wunder, nichts passierte. Von diesem Zeitpunkt an lief Pongo fast nur noch leinenlos. Ich brachte ihm Kommando´s wie „Halt“ „Vorsicht“ bei, so das er sofort wusste wenn Hindernisse im Weg ist oder er stehen bleiben muß.

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All dies ist jetzt vier Jahre her und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Pongo hat sich zu einem selbstbewussten Rüden entwickelt, der genau weiß was wer will. Wir haben in den letzten Jahren viele glückliche Stunden verlebt und hoffen, das noch viele glückliche Jahre vor uns liegen. Mir geht jedes Mal das Herz auf wenn ich sehe, wie er über Wiesen sprintet, durch den Wald hüpft oder sich mit Bluna wilde Kampspiele im Garten liefert. Diesem tollen Hund ein neues Zuhause zu geben, war eines unserer besten Entscheidungen, denn mit Pongo kam ein bemerkenswerter Kerl in unser Leben. Er lehrte uns, das auch Tiere mit Behinderungen ein lebenswertes Leben führen, da sie diese als selbstverständlich hinnehmen und genauso glücklich leben können, wie jeder andere normale Hund auch.

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